seniorenfreundlich.de - Senioren besser verstehen

Wer wissen will, wie ich persönlich WWW-Internet Seiten beurteile, sollte sich die Hinweise auf dieser Seite ansehen. Sie gelten für mich neben der Barrierefreiheit als Kriterienkatalog für seniorenfreundliches Webdesign. Übrigens, eine gute Zusammenfassung der relevanten Standards für Barrierefreiheit ist z.B. auf http://www.jimthatcher.com/sidebyside.htm und Hinweise gibt es auch auf http://www.barrierefreies-webdesign.de/, die gleichzeitig auch ein gutes Beispiel für eine barrierefreie Seite abgibt.

Kommt es zu Konflikten zwischen Barrierefreiheit und Seniorenfreundlichkeit, dann stimme ich natürlich für die letztere, ausgenommen natürlich bei jenen Bereichen (z.B. Behörden), die aus politischen Gründen barrierefrei sein müssen.

Barrierefrei heißt, dass jeder, auch Behinderte, speziell Blinde, sich im Netz zurechtfinden können müssen. Aber nicht alles lässt sich mit vertretbarem Aufwand barrierefrei machen und kann trotzdem nützlich für eine große Anzahl von Senioren sein. Und auch dies muss gestattet sein, denn, um ein Beispiel aus einem anderen Bereich zu nehmen, ich würde es als Quatsch empfinden z.B. das Bergsteigen zu verbieten, nur weil Rollstuhlfahrer daran nicht teilnehmen können.

Das Internet hat sich in den letzten Jahren so stark verändert, dass ein Großteil der Texte dieser Seite veraltet war. Zum Beispiel ist die mobile Nutzung (mit Smartphones und Tablets) wichtig geworden. Viele Menschen surfen gar nicht mehr mit einer Maus, die Navigation wurde damit stark vereinfacht. Ich habe daher beim Update 2014 den Inhalt stark gekürzt und nur dass belassen, was weiterhin gilt!

Logo der Seniorenfreundlich - Seiten von Otto Buchegger

Es mag für alle Printmedien orientierten Menschen unglaublich erscheinen, aber Design im klassischen Sinne spielt im Internet eine untergeordnete Rolle. Worauf es im Wesentlichen ankommt, das ist der Inhalt und dass die Seite auch von den Suchmaschinen vorrangig gefunden werden. Also sollte man sich nicht allzu stur auf Webdesignrichtlinien festlegen. Entscheidend ist die tatsächliche Akzeptanz durch alte Menschen und nicht eine stupide Richtlinie. Wer Senioren zum Testen seiner Seiten einsetzt, wird viel dabei lernen und stets auf der sicheren Seite sein.

10 Gründe eine Internetseite sofort wieder zu verlassen

  1. Eine nichtssagende Willkommensseite oder Intros
  2. Langsamer Seitenaufbau
  3. Pop-Up Banner und andere Werbeflächen, die man wegklicken muss
  4. Abgelaufenes Datum, veralteter Inhalt
  5. Grobe Rechtschreibfehler
  6. Flash-Animation
  7. Schwarzer Hintergrund
  8. Bleiwüsten mit zu kleinen Fonts, zu breiten Texten, ohne Leerzeilen, auch zu bunt
  9. Hintergrundmusik, die man nicht abschalten kann
  10. Tote Links auf der Hauptseite (mit Fehler 404)

Optimal für Webdesigner ist, wenn sie - hoffentlich gratis - Internet Kurse für Senioren geben. Kunden dazu findet man überall, man muss sich nur an die lokalen Altenverbände oder auch an die Volkshochschulen wenden, vielleicht aber hat man seine "Tester" auch ganz nahe in der Familie oder in der Nachbarschaft. Dann werden sie staunen, was alles nicht erklärbar ist oder nicht funktioniert. Und nirgendwo bekommt man billiger so direkteres und besseres Feedback! Und die alten Menschen haben auch was davon!

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Schnelle Technik mit beliebig langsamen Benutzern

Zeitfaktoren spielen für Senioren eine große Rolle. Sie wollen das Tempo immer selbst bestimmen können. Auch dies hat ganz weitreichende Folgen. So müssen Startseiten superschnell laden, die Ungeduld ist groß, aber es darf an keiner Stelle Zeitdruck ausgeübt werden.

Es darf also im Normalfall keine Zeitabhängigkeiten geben. Nicht immer ist dies auch durchführbar, aber doch in vielen Fällen. Ein häufiges Negativbeispiel sind Sprungseiten, die aus Kontinuitätsgründen (man sollte nie eine etablierte URL aufgeben, auch wenn sie ohne aktuellen Inhalt ist) notwendig sind. Hier ist dann der Weiterleitungszeitraum so groß zu wählen, z.B. 5 Sekunden, dass man auch wieder die Rückwärtstaste einsetzen kann, ohne in großen Zeitdruck zu kommen.

Wer Zeitabhängigkeiten reduzieren will, muss auch Bewegung vermeiden, anders ausgedrückt auf alle dynamischen Elemente verzichten.

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Orientierung, Navigation, Erinnerung und Lernfähigkeit

Lernen durch Versuch und Irrtum funktioniert im Alter nicht mehr. Senioren merken sich nicht, welche Wege sie im Netz gegangen sind und können daher auch nicht aus ihren Fehlern lernen.

Die Lösung dieses Problems ist relativ einfach, wird aber trotzdem häufig nicht angeboten. Man muss jeder Seite eine Internet-Adresse (URL) zuordnen können, die man dann unter den Favoriten speichern kann oder die man auf einem Ausdruck sieht!

Diese einfache Forderung hat weitreichende Konsequenzen. Eine ist die Angabe der Adresse auf jeder Seite.

Foto von Otto Buchegger

Zur Desorientierung trägt auch die Werbung bei, die sich nicht immer vermeiden lässt. Ich könnte z.B. ohne Werbung nicht so viele Hinweise gratis anbieten. Diese Werbung muss deutlich abgesetzt sein, dann stört sie kaum.

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Mit wem hat man es zu tun?

Selbstverständlich hat heute jeder Internetauftritt ein Impressum mit den gesetzlich vorgeschrieben Daten. Den Senioren aber reicht dies nicht. Sie wollen mehr wissen, sind meist kritisch und geben sich mit anonymen Auskünften nicht zufrieden.

Seniorenfreundliche Seiten nehmen darauf Rücksicht. Sie erlauben nicht nur den E-Mail Kontakt, sondern geben auch Telefonnummern an. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, auch Fotos von mir ins Netz zu stellen, auch das hilft selbst im anonymen weltweiten Netz gleich einen persönlichen Kontakt herstellen zu können.

Übrigens, betreibt man seine Seiten nicht kommerziell, sondern so wie ich mehr oder weniger als Hobby, dann sollte man die E-Mail Adresse stets nur als Bild angeben und auf Telefonnummern ganz verzichten. So nett ich es auch finde mit Menschen zu reden, es wurden dann doch zu viele.

Aber kommerzielle Anbieter müssen anders agieren und den persönlichen Kontakt zulassen. Mit entsprechender Preisgestaltung der Telefongebühren muss dies kein Verlustgeschäft bedeuten.

10 Tipps für erfolgreiche Internetseiten

  1. Substanz und Kompetenz
  2. Persönliche Meinungen als Ergänzung, Mitarbeit Fremden ermöglichen
  3. Humor und Unterhaltung nicht vergessen
  4. Feedback erlauben, schnelle Antwort auf E-Mails
  5. Immer wieder aktualisieren, Links überprüfen
  6. Einfachstes Design, konsistente Navigation
  7. Schöne Fotos, viel leerer Platz (White sells!)
  8. Texte sehr lange im Netz lassen
  9. Sparsam mit Kritik und negativen Aussagen sein
  10. Google Werbung einsetzen (ist diskret und informativ)

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INHALT

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