Texte im Internet können meist vergrößert werden! Dazu muss lediglich die Einstellung im Browser verändert werden.Beim Microsoft Internet Explorer z.B. klickt man auf Ansicht, dort auf Schriftgrad und kann dann Größer oder Sehr groß wählen. Beim Mozilla Firefox drückt man auf CTLR und kann dann entweder mit + oder -, aber auch mit dem Scrollrad die Textgröße einstellen.Kleine Schriften machen für Geübte durchaus Sinn, weil sie bessere Übersicht auf den Schirmen bieten. Wer also Großschrift braucht, kann sie leicht selbst einstellen! Texte die ausschließlich für Seniorinnen und Senioren gestaltet werden, sollten ein Fontgröße von mindestens 14 Punkten haben. Dieser Text hier hat im Original 18 Punkte.Alle anderen Texte, die sich ja auch an Nichtsenioren richten, haben eine Fontgröße von 12 Punkten. Es gibt auch immer wieder Angebote, dass man sich Texte aus dem Netz automatisch vorlesen lassen kann. Dies ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert. Da sich vielleicht nicht nur Senioren auf diese Seite verirren, sondern z.B. auch Internetentwickler, hier einige Tipps zur besseren Gestaltung für Seniorenseiten. Unter dem Schlagwort Barrierefreiheit haben sich erprobte Richtlinien etabliert, um Behinderte den Zugang zum Netz zu ermöglichen. Nur langsam spricht sich herum, dass auch ältere Menschen ein Recht haben, an der Information im Netz teil zu haben. Sind doch viele Angebote, z.B. für Reisen, nur noch übers Netz zu bekommen. Und nicht immer ist ein Enkelkind zur Hand, das dann aushelfen kann. Es sind im wesentlichen vier Problembereiche, die berücksichtigt werden müssen:
Die Fontsgröße muss veränderbar sein können, damit fallen schon alle Texte, die aus Grafiken bestehen, weg. Da Grafiken auch nicht vorgelesen werden können, sind sie äußerst sparsam zu verwenden. Die Einfachheit der Navigation und die Reduzierung der Mausklicks verbietet die allseits so beliebten "Begrüßungsseiten", die meist nur den Zweck haben, die Eitelkeit des Auftraggebers zu befriedigen und das Einkommen des Webentwicklers zu steigern. Es ist unbedingt darauf zu achten, die Anzahl der Klicks zu minimieren. Jeder Klick ist eine Fehlerquelle für Senioren und die Bedienung der Maus immer noch das größte Problem (siehe seniorenfreundliche Computer). Wer es nicht glaubt, den lade ich ein, einmal einen Computerkurs für Senioren zu machen. Dies wird ihm oder ihr für immer die Augen öffnen. Da oft das Gesichtfeld leichter eingeengt ist, machen zu breite Texte ebenfalls Probleme. Ich habe meinen Texte gerade aus diesem Grund immer wieder umgestellt und bin heute bei einer Lesebreite von weniger als 600 Pixel gelandet. Auch lange Blöcke sind schwer lesbar. Ich verwende deshalb immer ganz kurze Absätze, oft ist es nicht mehr als ein langer Satz. Das Feedback dazu ist sehr positiv. Bewegung ist zu meiden. Sie verwirrt beim Lesen. Ganz schlecht sind bewegliche Ziele zum Klicken. Sie machen wirklich nur beim Moorhuhnschießen Sinn! Eine vorbildliche Seite ist die Seite der Stadt Tübingen. Hier ist Barrierfreiheit gut gelungen. Bilder, die weniger als 500 Pixel Breite haben, müssen durch einen Klick darauf vergrößerbar sein. Bewährt hat sich bei mir dafür eine Pixelbreite von 800 für die großen Bilder. Diese sind dann etwa 80 - 100 KB groß, dies ist gerade noch tragbar. Der angebotene Bildtext muss erklärend und beschreibend sein, damit man ihn sich auch vorlesen lassen kann. Viele Probleme beim Seitenentwurf würde es übrigens gar nicht geben, wenn die Entwickler das Medium Internet besser verstehen lernen. Leider sind immer noch zu viele "Push-Medien" Experten am Werk, die aus dem Print-Bereich kommen, unterstützt von unkundigen Auftraggebern. Das Internet ist aber überwiegend ein "Pull-Medium", das heißt die Menschen, die es benutzen, suchen etwas Bestimmtes und wollen es schnell und ohne Barrieren finden. Deshalb sind auf vielen meiner Seiten Suchfunktionen angegeben oder zumindest Links zu einer Suchmaschine. Neu eingeführt auf diesen Seniorenfreundlich- Seiten habe ich Links zu Wikipedia, dem Internet-Lexikon, das ständig weiterentwickelt wird und das auch sehr hilfreich beim Finden von Informationen ist. Ich erwähne es hier auch, weil es ein gutes Beispiel ist, dass Einfachheit in der Gestaltung ein großer Vorteil ist. Jeder kennt zwar die Erfolgsstory von Google, das durch sein einfaches Interface am Beginn alle überrascht hat, aber bei der Gestaltung der eigenen Seiten wird dies dann alles vergessen. Hier toben sich dann Designer aus, verursachen horrende Kosten (oft sogar zu Lasten des Steuerzahlers) und das Ergebnis ist nicht immer überzeugend. Es gäbe zu diesem Thema "Lesbarkeit von Seniorenseiten" noch viel zu sagen. Wer danach sucht, wird speziell unter dem Begriff Barrierefreiheit genügend Informationen im Netz und bei Experten dazu finden. Und auch bei mir gibt es dazu weitere Informationen. Haben Sie hier nicht das gefunden, was Sie gesucht haben, dann versuchen Sie es bitte mit
|
Homepage Newsletter Aktivitäten E-Mail
AMAZON
|
www.seniorenfreundlich.de/gross.html
© 2009 Otto Buchegger Tübingen
Senioren besser verstehen |
Ein Klick aufs Bild zeigt den Bucheinband |