seniorenfreundlich.de - Senioren besser verstehen

Lange Zeit wurde dieses Thema einfach verdrängt. Man lebte damit, dass alte Menschen eben einsam waren. Aber die Zeiten haben sich geändert. Mit der hohen Lebenserwartung steigt auch bei vielen Älteren der Wunsch nach neuen Partnern.

Denn nicht nur deren Zahl steigt kontinuierlich, auch der Single-Anteil nimmt stetig zu. Es ist heute nicht ungewöhnlich, dass sich nach vielen Ehejahren Paare scheiden lassen oder trennen, weil sie neue Freiheiten nutzen wollen und weil sie es satt haben, die bisherige Partnerschaft, für die sie zu viele Kompromisse eingegangen sind, weiter zu führen.

Dazu kommen noch die Witwen und Witwer, die nach ihrer Trauerzeit wieder den Anschluss an ein aktiveres Leben suchen. Auch Menschen, die ihr bisheriges Leben bewusst als Single gelebt haben, verspüren vielleicht dann im Ruhestand - mit viel Zeit und Muße - doch den Wunsch nach Bekanntschaften mit mehr Gemeinschaft und Geborgenheit.

Die Einsamkeit vieler Witwen, die früh ihren älteren Mann verloren haben, kann viele Gründe haben:
  • Die Treue, über den Tod hinaus
  • Der Widerstand der Kinder gegen einen neuen Partner
  • Verlust der Witwenrente oder Pension
  • Mangel an jüngeren, männlichen Bekannten
  • Mangelndes Selbstvertrauen
  • Angst vor dem Verlust der Freiheit
  • Angst vor Schwindlern
  • Angst vor dem erneuten Verlust eines Partners

Viele dieser Frauen bedenken nicht, dass noch ein langes Leben vor ihnen liegen kann und dass sie vielleicht nicht mehr oft gefragt werden, ob sie eine neue Partnerschaft eingehen wollen.

Partnervermittlungen, Partnerbörsen, Partneragenturen, Dating Börsen und Dating Cafés, sie alle haben den Trend erkannt und bieten ihre Dienste an. Die Partnersuche für Senioren und Seniorinnen hat aber ihre eigenen Probleme und deshalb habe ich zu diesem Thema diese Seite begonnen.

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Man könnte meinen, dass ältere Menschen, mit ihrer langen Erfahrung und stetem sozialen Training, es ganz leicht haben, wieder Kontakt zu finden. Aber für viele erweist sich gerade diese Erfahrung als das größte Hindernis für neue Kontakte. Denn Alte wissen vor allem, was sie nicht mehr wollen und sie gehen nicht mehr die Kompromisse ein, die ihnen vielleicht helfen würden, leichter Anschluss zu finden.

Dann fehlen auch viele Motivatoren, die in der Jugend die Partnersuche so dringlich gemacht haben. Die Kinderfrage ist endgültig beantwortet, Sex ist weniger wichtig geworden oder spielt überhaupt keine Rolle mehr. Man hat sich sein Leben komfortabel eingerichtet und will die guten Seiten des Singlelebens auch nicht mehr leicht aufs Spiel setzen.

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Endlich kann man über seine Zeit wirklich frei entscheiden! Keine Kinder mehr, für die man verantwortlich ist, keine Berufszwänge mehr, wenige andere Verpflichtungen, wenn auch schon die Eltern gestorben sind. Warum soll man sich in dieser fast idealen Situation wieder neue Zwänge aufhalsen?

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In manchen Situationen aber wird doch der Wunsch nach Partnerschaft akut. Bei vielen Frauen ist es vor allem die finanzielle Situation, bei der ein Partner Erleichterung verspricht, denn Männer haben im Alter aufgrund ihrer längeren Berufstätigkeit doch meist mehr Geld zur Verfügung und das Leben zu zweit kann viel preiswerter werden.

Bei Krankheiten wäre es besser, noch jemanden mit in der Wohnung zu haben, den man leichter um Hilfe rufen kann. Viele kulturelle Aktivitäten, vom Kinobesuch bis zur Studienreise, machen in Gemeinschaft einfach mehr Spass. Alleine zu feiern ist schlicht unmöglich und wer gerne reist, stellt schnell fest, dass das Reisen als Paar wesentlich billiger wird und nebenbei gesagt auch viel sicherer.

Männer, die es nicht gelernt haben, für sich selbst zu sorgen, benötigen dann auch noch die Unterstützung im Haushalt, jemanden, der für sie kocht, die Wäsche macht und die Wohnung in Ordnung hält.

Es sind also durchaus ganz praktische Gründe, die für neue Partnerschaften sprechen. Aber der wichtigste Grund wird doch die nette Gesellschaft sein, die Freude am Zusammensein, mit jemandem, mit dem man sich wohl fühlt. Allerdings streben viele nur noch "ambulante" Beziehungen an und keine "stationären". Das heißt, sie wollen nicht mehr dauerhaft zusammenleben, wohl aber viel gemeinsam erleben

Waren frühere Beziehungen primär Liebesbeziehungen, die zum Teil auch vernünftig sein mussten, so ist im Alter das Verhältnis eher umgekehrt. Vernunft spielt die größere Rolle, aber auch die Liebe hat noch ihren Platz.

Einen Freund, eine Freundin, loyal, unterhaltsam und hilfreich, die den immer schwieriger werdenden Seniorenalltag leichter und angenehmer ertragen lassen, das wünschen sich viele.

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Mein Modell für Partner in verschiedenen Lebensabschnitten empfiehlt für alte Menschen ebenfalls wieder alte Partner (und einen wesentlich jüngeren Bekanntenkreis). Nur keine junge Frau heiraten, das haben sich zwar schon viele alte Männer vorgenommen, aber sich dann allerdings doch nicht daran gehalten.

Aber warum klappt es denn oft nicht mit gleichaltrigen Partnern? Ein Freund hat das Dilemma kurz und prägnant so zusammengefasst:

  1. Die Frauen, die ich kriegen kann, sind nicht mehr attraktiv für mich.
  2. Für die Frauen, die ich haben will, bin ich nicht mehr attraktiv genug.

Gleichaltrig bedeutet als nicht mehr automatisch "Gleich attraktiv" oder "gleichwertig". Das war in der Jugend doch ganz anders! Nun halte ich "Gleichheit" durchaus als ein wichtiges Argument für eine gelungene Partnerschaft, aber offenbar ist "gleiches Alter" nicht immer die richtige Basis, wenn es um einen Neuanfang geht.

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Nun hat eine individuelle Persönlichkeit viele Faktoren, Alter ist nur ein einziger davon. Ein wesentlicher ist Vermögen, das man gut gegen Alter (oder ist es Jugend) eintauschen kann. Wer will nicht der Armut entfliehen? Aber auch Lebensumstände, wie ein Leben in einem sicheren Land, sind attraktiv.

Wer kennt nicht die Storys von den Ausländerfrauen, die deutsche Männer suchen. Also haben diese Frauen, ob sie jetzt aus Polen, Russland oder aus Ostasien kommen, nicht nur persönliche Vorlieben, sondern durchaus auch die Staatsbürgerschaft in einem wohlhabenden und sicherem Land im Sinn.

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Frauen spüren schon relativ früh, dass es schwierig wird, gleichaltrige oder gar jüngere Partner zu finden. Auf Kontaktanzeigen werden sie vor allem Antworten älterer Männer bekommen. Für sie sind diese meist viel zu alt, auch wenn die Unterschiede oft gar nicht so gravierend sind.

Die Attraktivität schlägt sich im Alter auf die Seite der Männer. Gerade attraktive Frauen, die in jungen Jahren eine Riesenauswahl an Verehrern hatten, leiden dann stark darunter.

Der Grund sind weniger objektive Kriterien, in meinen Augen vergeht Schönheit nicht mit dem Alter, sondern ganz im Gegenteil, das Alter hat seine eigene Ästhetik , als das Selbstverständnis in unserer Gesellschaft, die Frauen stets "als jung und schön" dargestellt sehen will.

Objektiv gesehen jedoch gilt, dass es im Alter weniger Männer gibt, aus dem einfachen Grund, weil sie früher sterben.

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Ein wichtiger Punkt für harmonische Beziehungen unter alten Menschen sind die Weltanschauungen. Wenn sie sich zu stark unterscheiden, dann klappt es nicht mehr. Eine alte linke Socke passt nicht mehr zu einem alten rechten Stiefel. Parteizugehörigkeit und Religion werden für manche wichtiger, dafür fallen andere Streitpunkte, wie die Kindererziehung, weg.

Je näher Menschen sich dem Tode fühlen, um so wichtiger werden für sie langfristige, gesellschaftliche Fragen. Man könnte sagen, sie werden konservativer in ihrem Weltbild, weniger flexibel und auch weniger tolerant.

Für ihr nahes Umfeld wünschen sie sich Übereinstimmung. Es ist daher nur vernünftig, wenn sie sich Partner aus diesen Umfeldern suchen, z.B. bei der gemeinsamen Parteiarbeit oder in der gemeinsamen Kirche.

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Ich kenne einige (durchaus glückliche) Paare im fortgeschrittenen Alter, die den gemeinsamen Alltag meiden. Sie haben beide ihre eigene Wohnung, getrennte Einkommen und Finanzen, sind nicht (miteinander) verheiratet, aber sie verbringen Urlaube zusammen, genießen die Freizeit miteinander und vergnügen sich gemeinsam. Vielen gelingt es so, die Vorteile von Single- und Eheleben zu kombinieren, ohne größere Nachteile.

Waren früher primär finanzielle Gründe für solche "Ehen ohne Trauschein" verantwortlich, z.B. dass jemand seine Rente oder Unterhaltszahlung behalten wollte, so sehe ich vermehrt andere Ursachen dafür. Einer liegt sicherlich im veralteten deutschen Eherecht, aber wichtiger scheint mir die Erkenntnis zu sein, dass zuviel gemeinsamer Alltag Beziehungen leicht töten kann.

Man nervt sich zu viel, man stört sich zu viel, man engt sich zu sehr ein, kontrolliert zu viel, meckert zu viel, mischt sich zu viel ein, macht den anderen nieder, das alles ist auf die Dauer nicht gut.

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Gesunde alte Menschen verändern sich nicht mehr grundsätzlich, ihr Charakter bleibt ziemlich konstant. Das ist auf der einen Seite tröstlich, denn hat man eine kostbare Antiquität gefunden, dann bleibt sie auch so. Aber viele Menschen glauben, mit ihrer Liebe sich den neuen Partner so zurecht richten zu können, wie sie es wollen. Das klappt selbst in der Jugend nur selten und im Alter überhaupt nicht mehr. Aus einer Barockkredenz kann man kein Ikea Regal zimmern, wie viel Aufwand auch immer man in dieses Unterfangen reinsteckt.

Man muss die Menschen so nehmen, wie sie sind. Wenn sie sich verändern, dann leider zum schlechten, wenn der Charakter durch Krankheiten (z.B. Alzheimer oder Krebs) stark beeinflusst wird.

Was tun, wenn einem etwas furchtbar stört? Man hat nur zwei Möglichkeiten

  1. Man geht diese Partnerschaft nicht ein.

  2. Man reduziert seine Erwartungen und lebt mit den Fehlern des anderen.

Die dritte Möglichkeit, nämlich diese Eigenschaft abzustellen, gibt es nicht. Besonders bei manchem Suchtverhalten wird dies schon am Anfang das Ende der Bekanntschaft darstellen.

Süchte im Alter sind entweder ein großes Bindeglied, wenn z.B. - wie in Deutschland häufig -  beide rauchen oder beide trinken, oder sie sind eine unüberwindbare Barriere. Nun gibt es nicht nur diese beiden Laster, Sucht im Alter kann viele Gesichter haben. Dazu gehört auch Religionssucht, politische Macht, ein Ehrenamt, das einen auffrisst, Sammelwut oder ein Hobby, das alles dominiert. Sie alle stellen Zustände dar, ohne die der Betroffene nicht mehr leben kann und die man entweder bewundert und teilt oder ablehnt.

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Vor jeder Partnersuche muss man selbst folgende Fragen beantworten

  1. Wer bin ich?

  2. Warum suche ich?

  3. Wen suche ich?

Hat man diese Hausarbeit gemacht, dann kommt die eigentliche Partnersuche oder Partnerwahl. Sie wird sich im wesentlichen auf die Fragen reduzieren

  1. Wie suche ich?

  2. Wo suche ich?

  3. Wie erkenne ich, dass ich den Richtigen, die Richtige gefunden habe?

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Die ersten beiden Fragen, wer ich bin und warum ich suche, wird ein alter Mensch relativ leicht beantworten können. Vielleicht hilft auch die Familie dabei oder Freunde, auf jeden Fall stellen sie keine allzu große Hürde dar.

Schwieriger wird es schon mit : Wen suche ich? Ich habe mir bei solchen Problemen immer mit einem Kriterienkatalog geholfen und dabei Kriterien in MUSS und SOLL unterteilt.

Bei den MUSS Kriterien mache ich weniger Kompromisse, bei den SOLL Anforderungen bin ich flexibler.

Die folgende Tabelle könnte so ein Beispiel darstellen. Selbstverständlich wird jeder dafür andere Punkte haben. Die MUSS Kriterien sind mit einem * versehen.

Allgemeine Kriterien OK Nicht OK
     
Gesundheit *    
Humor, unkompliziert *    
Mag mich *    
Alter    
Aussehen    
Wohnung    
Loyalität *    
Lebendigkeit, Beweglichkeit    
Intelligenz *    
Zeit *    
Sex *    
Politik    
Geld / Versorgung    
Kinder / Enkelkinder / Familie    
Haustiere (z.B. Hunde)    
Kein Suchtverhalten *    
     
Persönliche Kriterien    
     
Reisen / Fliegen *    
Essen / Kochen / Genießen *    
Musik *    
Weiterbildung *    
Wandern *    
Sauna    
keine Astrologie  / Esoterik *    
Nicht fotoscheu *    
Toleranz    

Alle diese Punkte sind zu interpretieren und nur der, der sie aufschreibt kann sie richtig bewerten. Da es im wesentlichen meine Punkte sind, findet man hier auch meine persönlich Bewertung.

Nehmen wir z.B. Intelligenz. Ich habe in meinem ganzen Leben so viel unter Dummheit gelitten, dass ich mir das dauerhafte Zusammenleben mit einem dummen Menschen (vor allem wenn er zusätzlich noch sehr selbstsicher ist) nicht mehr vorstellen kann, also ist es ein Auschlusskriterium.

Oder Zeit. Was habe ich vom nettesten aller möglichen Partner, wenn er oder sie keine Zeit hat? Gar nichts.

Warum steht Sex auch auf der Liste, wo er doch für viele im Alter keine Rolle zu spielen scheint? Hier ist es eher ein Symbol oder Synonym für Lebensfreude, Nähe, Intimität. Wer Sex grundsätzlich ablehnt, ist in meinen Augen schon dem Tode zu nahe.

Warum steht Liebe nicht auf der Liste? Sie ist zu schwer zu beurteilen, finde ich, also lasse ich sie weg. Was aber ganz wichtig ist, dass jemand mich so mag, wie ich bin. Erst dann wird das Leben einfach.

Vieles ist subtiler. Eine Weisheit unter alten Männern sagt: keine Lehrerin, keine Frau mit früheren Doppelnamen, keine Hundebesitzerin und keine mit rotgefärbten Haaren als neue Partnerin. Das alles sind nun Beispiele für Selbstsicherheit, manche werden sie abschrecken, mich würden sie es nicht.

Warum ist unkompliziert so wichtig? Wenn man weiß, wie kostbar die Zeit wird, weil sie erstens im Alter viel schneller verrinnt und weil man weiß, dass die verbleibende Lebensspanne eher kurz ist, dann ist kein Platz mehr für Spielchen, Zickigkeit, auch nicht für Unehrlichkeit. Entweder es geht einfach, oder es geht einfach nicht.

Wer einen alten Menschen als Partner will, der muss auch seinen Anhang akzeptieren. Dazu gehört vor allem seine Familie, die meist nur noch Kinder und Enkelkinder oder andere nahe Verwandte sind. War das Verhältnis zu ihnen sehr nahe, dann wird es auch wichtig sein, dass auch sie die neue Partnerschaft unterstützen. Wenn es nicht gelingt, die neue Partnerschaft als Bereicherung darzustellen, sondern sie zur unliebsamen Konkurrenz wird, dann sinken die Chancen auf Erfolg stark.

Vielleicht noch einige Worte zu meinen persönlichen Punkten. Sie reflektieren meinen Alltag und meine Hobbys. So muss bei mir eine Partnerin unbedingt eine Reisepartnerin sein, Frauen mit Flugangst, ohne Führerschein und Sprachkenntnisse sind dafür ungeeignet. Und ich habe soviel unter dem dem Diktat der Astrologie gelitten, dass ich für den Rest meines Lebens um sie und alle anderen Esoterikrichtungen einen großen Bogen mache.

Es wird keine idealen Partner geben, die alle Punkte positiv erfüllen werden. Also wird diese Checkliste eher dazu dienen, Partnerkandidaten zu vergleichen und den oder die Beste zu küren.

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Wenn ich nun weiß, wen ich will, dann wird die Frage, wo und wie ich danach suche, sehr viel leichter. Denn erstens gibt es diese Menschen schon alle, und wenn ich mir hier die Erfahrung anderer alter Menschen zunutze mache, dann leben sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch alle in meiner Umgebung und ich habe sie alle schon einmal getroffen.

Warum ist dies so? Menschen mit gleichen Interessen treffen sich, selbst in den Megametropolen, immer wieder. Wer also ein ganzes Leben aktiv war und nicht zu oft seinen Lebensort gewechselt hat, wird genügend Menschen kennen, die als Partner in Frage kommen.

Vielleicht muss man sich nur einmal das Notizbuch mit seinen Adressen oder seine Handynummern durchschauen. Vielleicht gibt es ein Gelegenheit, z.B. ein Geburtstagsjubiläum, seine vielen Singlebekannten, gemeinsam einzuladen. Hat man dabei selbst keinen Erfolg, so hat man vielleicht andere zusammen gebracht.

Im Alter wird man sich meist auf die lokalen Kontakte beschränken. Einen alten Baum kann man nicht mehr leicht umsetzen. Viele kehren deshalb auch in die Heimat ihrer Jugend zurück und schaffen sich dort wieder eine vertraute Umgebung und wärmen ihre Jugendbekanntschaften auf. Vielleicht klappt es dann sogar mit der Jugendliebe, die man beim ersten Versuch nicht gewinnen konnte.

In der Praxilogie wird man viel zur Partnersuche finden. Die wichtigsten Punkte für Seniorinnen und Senioren wiederhole ich hier nochmals:

Sehr erfolgreich sind Kontakte und Situationen, wo man von vornherein viele gemeinsame Interessen hat, wie Weiterbildung und Hobbys, bei denen man sich unverbindlich gut kennen lernen kann. Sie ersetzen die Berufskontakte, die im aktiven Leben die besten Ehestifter waren.

Ein bisschen Pragmatismus ist auch notwendig. Wer sich nur in Kreisen mit festen Paaren bewegt, immer nur den Sonderling spielt, ständig jammert und schimpft, braucht sich nicht zu wundern, wenn er oder sie alleine bleibt.

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Wie hilfreich sind nun Vermittler, ob es nun Bekannte oder Freunde sind, oder kommerzielle Anbieter, wie Eheagenturen oder die vielfältigen Angebote im Internet?

Da ich selbst Single lange war und auch viele Singekontakte hatte, konnte ich mich oft über dieses Thema unterhalten. Eine einheitliche Linie für Erfolg oder Misserfolg konnte ich leider nicht feststellen. Manchmal hat es geklappt und manchmal eben nicht.

Gerade die Internetagenturen versprechen hier viel. Sie können sicherlich einige Vorzüge aufweisen, wie mehr Angebote und Vorauswahl. Aber trotz aller Fortschritte in der Psychologie, Gefühle, wie z.B. Sympathie, kann man schlecht codieren und abgleichen. Selbst die bisher besten Online-Agenturen haben den Stein der Weisen noch nicht gefunden.

Dazu kommt noch, dass vielleicht viele mögliche Kandidaten das Internet noch gar nicht nutzen. Ein Problem sind die Distanzen. Sicherlich kann man die Suche lokal eingrenzen, oft aber nicht eng genug und manche erliegen der Versuchung und jagen einem Phantom nach, das für die Praxis zu weit weg liegt.

Ein weiteres Problem sind die Kosten. War die Suche dauerhaft erfolgreich, dann wird man zwar gerne auch das Geld dafür auslegen, aber häufig wird das Ergebnis sein: "Außer Spesen nichts gewesen!".

In der Werbung auf dieser Seite unten bieten viele Agenturen ihre Dienste an. Persönliche Empfehlungen kann ich dazu nicht abgeben. Für alle establierten Anbieter gibt es bereits genügend Informationen im Internet, um selbst überprüfen zu können, ob man dabei mitmacht oder nicht. Wer will, kann ja im Internet nach entsprechenden Erfahrungsberichten suchen, sie sind auf jeden Fall eine interessante Lekture.

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Häufig machen sich Tandems auf die Suche, z.B. zwei Freundinnen oder zwei Freunde. Natürlich macht dies die Suche einfacher und auch unterhaltsamer. Ob diese Strategie allerdings im Alter auch erfolgreich ist, da habe ich meine Zweifel. Es kann gut sein, dass der zweite Mensch für Außenstehende eher abschreckend wirkt und somit die Kontaktaufnahme erschwert.

Wenn schon einen Begleiter, dann jemanden, der weder als Konkurrent, noch als Abschreckung erscheint, sondern als Sympathieträger. Zum Beispiel die Enkelkinder, ein Haustier oder warum nicht auch ein Buch?

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Wie erkennt man nun, dass man am Ziel angelangt ist? Dies wird für Alte leichter werden, als für Junge, die stets Zweifel haben werden, ob nicht eine andere Wahl die bessere gewesen wäre.

Verbringt man erfolgreich einen Urlaub miteinander, kann sich man sich gut unterhalten und amüsieren, kann man Alltagsstress, wie Einkaufen leicht absolvieren, verbringt man viel Zeit miteinander und fühlt sich dabei wohl, dann ist die Partnersuche erfolgreich zu Ende.

Kluge Alte entkopplen Angelegenheiten, die im Alltag große Probleme machen, wie Finanzen oder Konflikte mit Kindern und Enkelkindern und mischen sich nicht mehr ein. Es ist wesentlich klüger, diesen emotionellen Aufwand in gemeinsame Freuden zu investieren, immer wissend, dass das Leben eben nicht mehr unendlich ist und man die verbleibende Zeit lieber mit Freude, als mit Konflikten füllt.

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Zusammenfassung

Die Schöne an der Senioren Partnersuche ist, man sieht schnell, was man bekommt. Man muss nicht mehr wie in der Jugend spekulieren, wie sich der Mensch entwicklen wird, sein Leben hat seinen Charakter deutlich gezeigt und er wird sich auch nicht mehr ändern. Männer haben eine größere Auswahl, weil es mehr Seniorinnen als Senioren gibt. Vernunftargumente werden dominierend sein. Wünsche kann man offener äußern. Je näher die neuen Partner wohnen, um so besser. Auch im Alter sind Gleichheit, vor allem gleiche Interessen, ein wichtiges Bindeglied.

Größtes Hindernis für neue Partnerschaften ist die Erfahrung mit bisherigen. Nur wer Kompromisse eingehen kann und will, wird sich von diesen Vorurteilen befreien können. Wie in der Jugend, so bekommt man auch im Alter den Partner nicht alleine, sondern immer auch eine Familie mit dazu.

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INHALT

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