GESCHENKE fürs ÄLTERWERDEN

Auch für Hilfsmittel zum angenehmeren Älterwerden gibt sehr viele Informationen und inzwischen auch Spezialanbieter. Viele Hinweise findet man auch hier auf den Seniorenfreundlich-Seiten. Aber der Kauf dieser Produkte ist meist gar nicht das Problem. Schwieriger wird es, diese Hilfe auch anzunehmen. Alte Menschen werden oft noch eitler, als sie es ohnehin schon waren und sie scheuen sich diese Hilfen - und seien sie noch so nützlich - einzusetzen. Man denke nur an die vielen Brillen oder Hörgeräte, die alle nicht getragen werden.

Hier kann ebenfalls das wohlüberlegte Geschenk diese Hürden mit überwinden. Wichtig ist, dass man die Hilfe, und sei es nur der "Einkaufswagen", im voraus mit den Beschenkten bespricht und sie damit nicht überrascht. Wer sich überrumpelt fühlt, wird diese Hilfsmittel nicht in Anspruch nehmen.

Nützlich dabei sind Kataloge oder Internetseiten von Seniorenfachgeschäften. Sie sollte man gemeinsam durchgehen und besprechen, was dann im eigenen Haushalt brauchbar wäre. Und dann eine Liste aufstellen und sich Bedenkzeit für die Bestellung gönnen.

Diese Bedenkzeit ist wichtig, weil damit ein Angewöhnungsprozess eingeleitet wird. Dazu gehört auch, dass man sich mit anderen Gleichaltrigen bespricht und auch diese um ihre Meinung fragt. Man darf nicht vergessen, dass auch alte Menschen in soziale Netze eingebunden sind und sie auch unter Peer-Group-Pressure stehen.

Wird das Hilfsmittel von den meisten für gut befunden, dann erst sollte man es bestellen oder kaufen. Damit ist aber der Prozesse noch lange nicht abgeschlossen. Jetzt kommt erst die Phase des Lernens, um es zu benutzen, was auch meist mit neuen Problemen begleitet wird. Auch hier ist die Geduld des Schenkenden noch einmal gefordert.

Ein häufiges Problem ist die Zeitdauer, die man solche Hilfsmittel benutzen kann. Viele sagen sich, für die wenigen Jahre, die mir noch bleiben, lohnt sich der Geldeinsatz gar nicht. Hier kann man darauf verweisen, dass es für einige, eher unpersönliche Produkte auch einen Gebrauchsmarkt gibt, man sie also wieder weiter verkaufen kann.

Für persönliche Produkte, die nicht weiter verwertet werden können, muss man den großen Nutzen herausstreichen und etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten. Oft helfen auch hier wieder die Peers, die gleichaltrigen Freunde und Freundinnen, für die Akzeptanz. Sie sollten immer mit überzeugt werden.

Und es ist meist ein wichtiges Argument, dass nicht nur die Alten, sondern auch die Schenkenden dadurch entlastet werden. Wird darüber offen gesprochen, wird es nicht mehr als egoistisch, sondern einfach nur als vernünftig eingestuft, sich an die neuen Mittel zu gewöhnen.

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